Exotische Bohnensorten

Die Welt der Adzukibohne, Spargelbohne, Reisbohne und Tonkabohne

Weniger bekannte, essbare Bohnenkernsorten, die nicht alltäglich und nur in einigen Regionen der Welt anzutreffen sind.

Unbekannte, essbare Bohnenkernsorten weltweit

Bohnen gehören zu den ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen der Menschheit. Während Sorten wie Kidneybohnen, Sojabohnen und grüne Bohnen weltweit bekannt und geschätzt werden, gibt es eine erstaunliche Vielfalt weniger bekannter, aber ebenso nahrhafter und schmackhafter Bohnensorten, die in verschiedenen Regionen der Welt angebaut und verzehrt werden. Diese Bohnenarten zeichnen sich oft durch einzigartige geschmackliche Eigenschaften, besondere Nährstoffprofile und vielseitige Verwendungsmöglichkeiten aus. Dabei sind jedoch nicht alle vorgestellten Sorten so zu verwenden, wie das von den herkömmlich bekannten Bohnensorten gewohnt ist. So besitzen diese teilweise auch andere essbare Pflanzenteile, werden wie z.B. die Tonkabohne nur zum Aromatisieren von Speisen eingesetzt, oder sind wie die Yambohne sogar nur mit der Wurzel zu verzehren.

Erste Übersicht der kaum bekannten Bohnensorten

In Afrika, Asien, Lateinamerika und sogar in Europa existieren zahlreiche Bohnen – Sorten, die außerhalb ihrer Herkunftsregionen kaum bekannt sind. Diese Bohnenarten sind nicht nur kulinarisch interessant, sondern auch agrarökologisch von Bedeutung, da sie oft an extreme Klimabedingungen angepasst sind und eine wichtige Rolle in der Ernährungssicherung spielen. Zudem bieten sie eine spannende Alternative zu den gängigen Sorten für Menschen, die ihre Küche um neue Aromen und Texturen bereichern möchten.
Ein Beispiel ist die Mothbohne, die vor allem in Indien und Teilen Afrikas angebaut wird. Sie ist Hitze tolerant und besonders proteinreich, was sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle in trockenen Regionen macht. Ähnlich verhält es sich mit der Tepary-Bohne, die in den ariden Gebieten Nordamerikas gedeiht und sich durch ihre Trockenheitsresistenz auszeichnet.
In Lateinamerika findet man die Yacón-Bohne, eine alte Kulturpflanze der Anden, die nicht nur essbare Bohnen, sondern auch nahrhafte Wurzeln liefert. Die Lablabbohne, ursprünglich aus Afrika, ist in Asien weit verbreitet und wird dort sowohl als Gemüse als auch als Trockenbohne genutzt.
Weitere bemerkenswerte Bohnenkernsorten sind die Juckbohne, die in tropischen Regionen Asiens und Afrikas wächst und sowohl als Nahrung als auch in der traditionellen Medizin verwendet wird. Die Goabohne, auch Flügelbohne genannt, ist in Asien beliebt und wird komplett genutzt, von den Blättern bis zu den Samen. Die Guarbohne ist vor allem in Indien verbreitet und liefert das vielseitige Guarkernmehl. Yambohnen, auch als Jicama bekannt, werden in Mittelamerika kultiviert und wegen ihrer essbaren Knolle geschätzt.
Die Reisbohne, in Asien angebaut, zeichnet sich durch ihre schnelle Wachstumszeit aus. Die Adzukibohne, eine süßlich schmeckende Bohne, ist in der japanischen Küche weit verbreitet. Erdbohnen, besser bekannt als Erdnüsse, sind botanisch ebenfalls Bohnen und liefern wertvolles Protein und Fett. Die Spargelbohne, eine langhülsige Variante der Augenbohne, ist in der chinesischen Küche beliebt. Die Tonkabohne, bekannt für ihr intensives Aroma, wird in Desserts und Parfums verwendet.
Diese und viele weitere, oft vergessene Bohnensorten bieten ein enormes Potenzial für eine abwechslungsreiche, nachhaltige und gesunde Ernährung. Sie tragen zur Biodiversität bei und könnten angesichts des Klimawandels und der wachsenden Weltbevölkerung eine immer wichtigere Rolle in der globalen Landwirtschaft spielen.
Im Folgenden werden einige dieser exotischen Bohnensorten genauer betrachtet, ihre essbaren Pflanzenteile, die Herkunft und auch kulinarischen Einsatzmöglichkeiten vorstellt.
Zudem wird aufgezeigt, warum es sich lohnt, sie mit unterschiedlichen Rezepturen in unseren Speiseplan einzubauen, wenn sich die Möglichkeit ergibt und diese auf dem Markt erhältlich sind.
Dabei erfolgt eine detaillierte Beschreibung sowie Hinweisen zu ihrem Einsatz in der Ernährung und Küche.

Essbare Pflanzenteile von exotischen Bohnenarten

Viele Bohnenarten sind nicht nur aufgrund ihrer nahrhaften Samen von Bedeutung, sondern bieten auch andere essbare Pflanzenteile, die in verschiedenen Küchen weltweit geschätzt werden. Hier ein Überblick über einige der vielseitig verwendbaren Bohnenarten, bei denen mehrere Pflanzenteile wie nur die eigentliche Bohne verwendet werden:
1. Goabohne:
Diese Pflanze ist ein wahres Multitalent. Neben den Samen sind auch die Blätter, Blüten, jungen Schoten und Wurzeln essbar. Die Blätter können wie Spinat zubereitet werden, die Blüten dienen als dekorative Beigabe in Salaten, und die jungen Schoten werden als knackiges Gemüse verwendet. Selbst die Knollen lassen sich ähnlich wie Kartoffeln zubereiten.
2. Yambohne:
Bekannt für ihre saftige Knolle, die roh oder gekocht verzehrt werden kann. Die Knolle ist süßlich und knackig, ideal für Salate oder als Snack. Die Samen hingegen sind giftig und nicht zum Verzehr geeignet.
3. Guarbohne:
Neben den Samen, die zu Guarkernmehl verarbeitet werden, sind auch die jungen grünen Schoten essbar. Sie werden in der indischen Küche häufig als Gemüse verwendet.
4. Lablabbohne:
Diese Bohne wird in Asien vielseitig genutzt. Essbar sind die jungen Hülsenfrüchte, Samen, Blätter und Blüten. Die Blätter können gekocht wie Blattgemüse verwendet werden, während die Blüten dekorativ und kulinarisch eingesetzt werden.
5. Spargelbohne:
Die langen, dünnen Hülsenfrüchte werden ähnlich wie grüne Bohnen zubereitet. Auch die Samen sind essbar und können in Suppen und Eintöpfen verwendet werden.
6. Juckbohne:
In einigen Kulturen werden nach sorgfältiger Verarbeitung auch die Blätter und jungen Schoten gegessen. Roh sind sie jedoch giftig und müssen vor dem Verzehr gründlich gekocht werden.
Bei anderen Bohnenarten wie der Tepary-Bohne, Mothbohne, Reisbohne, Adzukibohne, Erdbohne (Erdnuss) und Tonkabohne beschränkt sich der Verzehr in der Regel auf die Samen. Besonders die Tonkabohne wird aufgrund ihres intensiven Aromas in kleinen Mengen in Desserts verwendet, ist jedoch wegen ihres Cumaringehalts mit Vorsicht zu genießen.
Diese Vielfalt an essbaren Pflanzenteilen zeigt, wie wertvoll Bohnenarten nicht nur für die Ernährung, sondern auch für eine abwechslungsreiche Küche sind.

Beschreibung und Herkunft der einzelnen, exotischen Bohnen-Arten:

Spargel- Bohne
Eine exotische Hülsenfrucht
1. Beschreibung
Die Spargelbohne, auch „Meterbohne“ oder „Schlangenbohne“ genannt, zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Länge von bis zu 90 cm aus. Ihre dünnen, zarten Schoten haben ein leicht süßliches, nussiges Aroma und ähneln optisch der grünen Bohne, sind jedoch feiner in der Textur. Die Pflanze gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und wächst kletternd an Rankgittern oder Stützen.
2. Herkunft
Die Spargelbohne stammt ursprünglich aus Südostasien und ist besonders in Ländern wie China, Indien und Thailand weit verbreitet. Sie wird vor allem in tropischen und subtropischen Regionen angebaut und zählt dort zu den Grundnahrungsmitteln. In asiatischen Märkten findet man sie häufig frisch oder getrocknet.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Die Spargelbohne ist ein vielseitiges Gemüse, das in vielen Gerichten Verwendung findet. Sie kann gedünstet, gekocht oder gebraten werden und ist ein fester Bestandteil der asiatischen Küche. Besonders beliebt ist sie in Wok-Gerichten, Currys und Suppen. In China wird sie oft mit Knoblauch und Sojasauce angebraten, während sie in Indien in würzige Masalas oder Dals integriert wird. Ihr knackiger Biss macht sie auch zu einer hervorragenden Zutat für Salate.

Goa-Bohne
Eine vielseitige Nutzpflanze
1. Beschreibung
Die Goa-Bohne, auch „Flügelbohne“ oder „Vierkantbohne“ genannt, ist eine tropische Kletterpflanze mit auffälligen, vierkantigen, geflügelten Schoten. Sie kann bis zu 30 cm lang werden und hat eine knackige, saftige Textur mit einem leicht süßlichen, nussigen Geschmack. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit aus: Neben den Schoten sind auch die Blätter, Blüten, Samen und Knollen essbar.
2. Herkunft
Die Flügelbohne stammt aus Südostasien, insbesondere aus Indonesien, Thailand, Indien und den Philippinen. Sie wächst in tropischem Klima und ist besonders an nährstoffarme Böden angepasst. Aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts wird sie in einigen Ländern als wichtige Nahrungsquelle genutzt und in Mischkulturen angebaut, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Die Flügelbohne kann roh, gekocht oder gebraten verzehrt werden. Junge Schoten eignen sich für Salate, Wok-Gerichte und Currys, während reifere Schoten gedünstet oder gebacken werden. Ihre Blätter werden als Spinatersatz genutzt, die nussigen Knollen als kohlenhydratreiche Beilage. In manchen Regionen werden die Samen geröstet oder fermentiert und als Soßenbasis verwendet.

Reis-Bohnen
Eine vielseitige Kulturpflanze
1. Beschreibung
Die Reisbohne auch als „Rote Mungbohne“ oder „Kletterbohne“ bekannt, ist eine kleinwüchsige Pflanze mit kleinen, ovalen Samen in Rot, Braun oder Schwarz. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und ist reich an Eiweiß, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Die Bohne hat einen mild-nussigen Geschmack und eine feste Konsistenz. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit wird sie oft in Trockenregionen angebaut und gilt als nachhaltige Nahrungsquelle.
2. Herkunft
Die Reisbohne stammt ursprünglich aus Südostasien und Indien und wird vor allem in China, Thailand, Nepal und den Philippinen kultiviert. Sie ist eine traditionelle Anbaupflanze in tropischen und subtropischen Regionen, häufig in Kombination mit Reis oder Hirse. Ihre Fähigkeit, Stickstoff im Boden zu binden, macht sie für die Landwirtschaft besonders wertvoll.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Reisbohnen werden gekocht oder gekeimt verwendet und sind ideal für Suppen, Currys, Eintöpfe und Salate. In Asien werden sie oft mit Reis kombiniert oder zu Mehl verarbeitet, das für Gebäck und Nudeln genutzt wird. In Indien und Nepal sind sie ein wichtiger Bestandteil von Dal-Gerichten. Zudem finden sie in Süßspeisen Verwendung, ähnlich wie Adzukibohnen.

Mungo-Bohne
Eine nährstoffreiche Hülsenfrucht
1. Beschreibung
Die Mungobohne , auch „goldene Bohne“ oder „grüne Sojabohne“ genannt, ist eine kleine, grüne Bohne mit ovaler Form und einem mild-nussigen Geschmack. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und ist besonders für ihren hohen Proteingehalt sowie ihre gute Verdaulichkeit bekannt. Mungobohnen sind vielseitig verwendbar und werden oft gekeimt, wodurch sie ihre Nährstoffdichte weiter erhöhen.
2. Herkunft
Die Mungobohne stammt ursprünglich aus Indien und Zentralasien und wird heute vor allem in China, Südostasien und Afrika angebaut. Sie bevorzugt warme Klimazonen und ist eine wichtige Hülsenfrucht in der asiatischen und vegetarischen Ernährung.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Mungobohnen können gekocht, gekeimt oder gemahlen verwendet werden. Gekeimte Mungobohnen sind eine beliebte Zutat in Salaten, Wok-Gerichten und Suppen. In Indien wird sie zu Dal verarbeitet, während in China aus Mungobohnenstärke Glasnudeln hergestellt werden. Zudem findet sie in Süßspeisen Verwendung, etwa als Paste für Desserts.

Moth Bohne
Eine robuste Hülsenfrucht
1. Beschreibung
Die Mothbohne wird auch „Jerusalembohne” oder “Lunjabohnen”, genannt. Sie ist eine kleine, braune Bohne mit ovaler Form und leicht nussigem Geschmack, gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und zeichnet sich durch ihre hohe Trockenresistenz aus. Aufgrund ihres hohen Eiweiß- und Ballaststoffgehalts ist sie eine wichtige Nahrungsquelle in trockenen Regionen und trägt zur Bodenverbesserung bei.
2. Herkunft
Die Mothbohne stammt aus Indien und Pakistan und wird vor allem in den trockenen und halbtrockenen Regionen Rajasthans und Gujarats angebaut. Sie ist besonders an heiße, wasserarme Bedingungen angepasst und spielt eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft dieser Regionen.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Mothbohnen werden meist gekocht oder gemahlen verwendet. In Indien sind sie eine Hauptzutat für Dal, Currys und Eintöpfe. Gemahlene Mothbohnen werden zu Mehl verarbeitet und in Fladenbrot oder traditionellen Snacks wie Pakoras genutzt. Gekeimt sind sie eine gesunde Zutat für Salate oder Beilagen.

Adzuki-Bohne
Eine süßlich-nussige Hülsenfrucht
1. Beschreibung
Die Adzuki-Bohne nennt man auch „Rote Bohne“ oder „Azuki-Bohne“ ist eine kleine, rote Bohne mit glänzender Schale und leicht süßlichem, nussigem Geschmack. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und ist besonders für ihren hohen Proteingehalt, Ballaststoffe und Mineralstoffe geschätzt. Durch ihre gute Verdaulichkeit und schnelle Garzeit ist sie eine beliebte Zutat in vielen asiatischen Gerichten.
2. Herkunft
Ursprünglich stammt die Adzuki-Bohne aus Ostasien, insbesondere aus China, Japan und Korea. Sie wird dort seit Jahrhunderten angebaut und ist eine der wichtigsten Hülsenfrüchte in der traditionellen asiatischen Küche. Auch in einigen Regionen Indiens und Südostasiens findet sie zunehmend Verbreitung.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Adzuki-Bohnen werden häufig zu süßen Bohnenpasten verarbeitet, die in japanischen und chinesischen Desserts wie Mochi, Dorayaki und Mondkuchen verwendet werden. Gekocht eignen sie sich für Suppen, Eintöpfe und Salate. In der Makrobiotik sind sie besonders geschätzt, da sie als leicht bekömmlich gelten. Auch gekeimt werden sie als nährstoffreiche Beilage genutzt.

Tonka-Bohne
Eine aromatische Spezialität
1. Beschreibung
Die Tonka-Bohne wird auch „Cumaru-Bohne“ oder „Mexikanische Vanille“ genannt. Sie ist der Samen des Tonkab Baumes, hat eine dunkelbraune, runzelige Oberfläche und gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae).
Die Tonka-Bohne unterscheidet sich jedoch von klassischen Speisebohnen, da sie primär als Gewürz genutzt wird. Ihr intensives Aroma erinnert an Vanille, Mandel und Karamell, was sie zu einer beliebten Zutat in der gehobenen Küche macht.
2. Herkunft
Die Tonka-Bohne stammt aus Südamerika, insbesondere aus Venezuela, Brasilien und Guyana. Sie wächst in tropischen Regenwäldern und wird aus den Früchten des Tonkab Baumes gewonnen, fermentiert und getrocknet, um ihr volles Aroma zu entfalten.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Tonka-Bohnen werden gerieben oder eingelegt als edles Gewürz in Desserts, Eiscreme, Gebäck und Pralinen verwendet. Auch in herzhaften Gerichten wie Saucen oder Fleischmarinaden findet sie Anwendung. Aufgrund des enthaltenen Cumarin sollte sie nur in kleinen Mengen verwendet werden. In der gehobenen Gastronomie wird sie oft als edle Alternative zu Vanille eingesetzt.

Tepary-Bohne
Eine robuste Wüstenbohne
1. Beschreibung
Die Tepary-Bohne nennt man auch „Wüstenbohne“ oder „Papago-Bohne“. Sie ist eine kleine, ovale Bohne, die in verschiedenen Farben wie Weiß, Beige, Braun oder Blau vorkommt. Tepary-Bohnen gehören zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und zeichnen sich durch ihre hohe Trockenheitsresistenz aus. Ihr nussiger, leicht süßlicher Geschmack macht sie zu einer vielseitigen Zutat. Aufgrund ihres hohen Eiweiß- und Ballaststoffgehalts ist sie besonders nahrhaft.
2. Herkunft
Die Tepary-Bohne stammt aus der Sonora-Wüste in Nordamerika, insbesondere aus den USA (Arizona) und Mexiko. Sie wurde traditionell von indigenen Völkern wie den Tohono O’odham angebaut, da sie extrem trockenheitsresistent ist und auf kargen Böden gedeiht.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Tepary-Bohnen eignen sich hervorragend für Suppen, Eintöpfe, Chilis und Salate. Durch ihre feste Konsistenz behalten sie beim Kochen ihre Form. In der traditionellen Küche der amerikanischen Ureinwohner werden sie oft mit Mais kombiniert. Aufgrund ihres hohen Proteingehalts sind sie auch eine beliebte Zutat für vegetarische Gerichte.

Erd-Bohne
Eine unterirdisch reifende Hülsenfrucht
1. Beschreibung
Die Erd-Bohne, auch als „Bambara-Erdnuss“ oder „Erderbse“bekannt, ist eine kleine, runde Hülsenfrucht mit harter Schale. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und reift ähnlich wie die Erdnuss unter der Erde. Die Bohnen sind reich an Eiweiß, Ballaststoffen und Mineralstoffen und haben einen leicht süßlich-nussigen Geschmack.
2. Herkunft
Die Erd-Bohne stammt aus Westafrika und wird besonders in Ländern wie Nigeria, Ghana, Mali und Burkina Faso angebaut. Sie ist extrem trockenheitsresistent und gedeiht auf kargen Böden, wodurch sie eine wichtige Nahrungsquelle in ariden Regionen darstellt.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Erd-Bohnen können geröstet, gekocht oder gemahlen verwendet werden. Sie sind eine nahrhafte Zutat in Eintöpfen, Suppen und Breien. In Westafrika werden sie oft als Mehl für Backwaren genutzt oder zu Pasten verarbeitet. Gekocht ähneln sie in Konsistenz und Geschmack der Erdnuss und werden als Snack oder Beilage serviert.

Guar-Bohne
Eine vielseitige Nutzpflanze
1. Beschreibung
Die Guar-Bohne (Cyamopsis tetragonoloba) ist eine langschotige Pflanze mit kleinen, ovalen Samen. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und ist besonders für ihren hohen Gehalt an Guaran bekannt, einem Verdickungsmittel, das aus den Samen gewonnen wird. Die Bohne ist reich an Ballaststoffen und Proteinen und wird sowohl in der Lebensmittel- als auch in der Industrieproduktion genutzt.
2. Herkunft
Die Guar-Bohne wird auch „Indische Bohne“ oder „Clusterbohne“ genannt.Sie stammt aus Indien und Pakistan, wo sie seit Jahrhunderten angebaut wird, gedeiht besonders gut in trockenen, halbtrockenen Regionen und wird heute auch in den USA und Afrika kultiviert. Indien ist der weltweit größte Produzent und Exporteur von Guar-Produkten.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
In der indischen Küche werden junge Guar-Schoten gekocht oder in Currys verarbeitet. Das aus den Samen gewonnene Guarkernmehl wird als Verdickungsmittel in Soßen, Suppen, Speiseeis und Backwaren verwendet. Es verbessert die Konsistenz von Lebensmitteln und wird auch in glutenfreien Produkten eingesetzt.

Yam-Bohne
Eine seltene essbare Knollenbohne
1. Beschreibung
Die Yam-Bohne (Pachyrhizus erosus), auch „Jícama“ oder „Knollenbohne“ genannt, ist eine Hülsenfruchtpflanze mit essbarer Knolle. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae), jedoch werden primär ihre saftigen, knackigen Knollen genutzt. Diese haben einen leicht süßlichen, nussigen Geschmack und ähneln von der Textur her einer Wasserkastanie. Die Bohnen selbst enthalten toxische Stoffe und sind nicht essbar.
2. Herkunft
Die Yam-Bohne stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, insbesondere aus Mexiko und Peru. Sie wird dort seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel angebaut und hat sich mittlerweile in tropischen und subtropischen Regionen Asiens und Afrikas verbreitet.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Die Knollen der Yam-Bohne können roh oder gegart verzehrt werden. Sie werden oft in Salaten, Wok-Gerichten, Suppen oder als Gemüsebeilage verwendet. In Mexiko ist sie ein beliebter Snack mit Limettensaft und Chili. Die Bohne selbst wird nicht gegessen, da sie giftige Verbindungen enthält.

Juck-Bohne
Juck-Bohne – Eine vielseitige Heil- und Futterpflanze
1. Beschreibung
Die Juck-Bohne (Mucuna pruriens), auch „Samtbohne“ oder „Affenbohne“ genannt, ist eine Kletterpflanze mit samtigen, haarigen Schoten, die bei Berührung Hautreizungen verursachen können. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und ist bekannt für ihren hohen Gehalt an L-Dopa, einer Vorstufe des Dopamins. Die Samen sind reich an Eiweiß und werden in der traditionellen Medizin sowie als Futtermittel verwendet.
2. Herkunft
Die Juck-Bohne stammt aus Tropisch-Asien, Afrika und Mittelamerika. Sie wächst in warmen, feuchten Regionen und wird dort seit Jahrhunderten kultiviert. Besonders in Indien und Westafrika wird sie als Heilpflanze und für Bodenverbesserung angebaut.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Die Bohnen müssen gut verarbeitet werden, um giftige Stoffe zu entfernen. In gerösteter oder gekochter Form werden sie in Indien und Afrika in Currys, Suppen oder Mehlen genutzt. Sie wird auch als Kaffeeersatz verwendet. Aufgrund ihrer neurologischen Wirkung findet sie Anwendung in der ayurvedischen Medizin zur Behandlung von Parkinson und als Nahrungsergänzungsmittel.

Urd-Bohne
Urd-Bohne – Eine essenzielle Hülsenfrucht der indischen Küche
1. Beschreibung
Die Urd-Bohne (Vigna mungo), auch „Schwarze Mattenbohne“ oder „Urid-Dal“ genannt, ist eine kleine, schwarze Bohne mit einem weißen Keimfleck. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und ist reich an Proteinen, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Die Bohne hat eine cremige Konsistenz und einen mild-nussigen Geschmack, wenn sie gekocht wird.
2. Herkunft
Die Urd-Bohne stammt aus Südostasien, insbesondere aus Indien, wo sie seit über 4.000 Jahren angebaut wird. Heute wird sie auch in anderen tropischen und subtropischen Regionen wie Pakistan, Nepal und Myanmar kultiviert und spielt eine zentrale Rolle in der traditionellen indischen Küche.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Die Urd-Bohne wird oft zu Dal (Urad Dal) verarbeitet oder zu Mehl gemahlen, um Gerichte wie Idli, Dosa und Papadums herzustellen. Sie kann in Currys, Suppen und Eintöpfen verwendet oder gekeimt als Salatzutat genutzt werden. In der südindischen Küche wird sie häufig fermentiert, um luftige Teige für Pfannkuchen und gedämpfte Reismehlsnacks herzustellen.

Straucherbse/Bohne – Eine robuste Hülsenfrucht
1. Beschreibung
Die Straucherbse (Cajanus cajan), auch bekannt als „Taubenerbse“ oder „Strauchbohne“, ist eine kleine, runde Hülsenfrucht mit einer hellbraunen bis rötlichen Farbe. Sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Fabaceae) und ist reich an Proteinen, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Aufgrund ihrer Trockenheitsresistenz ist sie eine wichtige Nutzpflanze in ariden Regionen und eine essenzielle Eiweißquelle in vielen Ländern.
2. Herkunft
Die Straucherbse stammt aus Südostasien und Afrika, wird aber heute weltweit in tropischen und subtropischen Regionen angebaut, insbesondere in Indien, Ostafrika und der Karibik. Sie ist besonders an karge Böden und trockene Klimabedingungen angepasst und wird häufig in Mischkulturen zur Bodenverbesserung genutzt.
3. Kulinarische Einsatzmöglichkeiten
Straucherbsen werden oft getrocknet, gekocht oder gemahlen verwendet. In Indien sind sie die Hauptzutat für Toor Dal, während sie in der Karibik und Afrika in Eintöpfen, Suppen und Reisgerichten verwendet werden. Sie lassen sich auch keimen oder zu Mehl verarbeiten, das in Brot und traditionellen Speisen genutzt wird.

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