
Global betrachtet spielt Mais in der Welt der Getreide eine Schlüsselressource – flexibel, ertragreich und universell für die Ernährung und weit darüber hinaus einsetzbar.
Ob auf riesigen Monokulturfeldern im amerikanischen Korngürtel (Grain Belt) oder auf kleinbäuerlichen Flächen in Afrika:
Mais prägt weltweit die Agrarlandschaft, sichert Ernährung und liefert Energie – ein echtes Multitalent der modernen Landwirtschaft.
Einstieg Mais
Der Mais, in Teilen Österreichs, Bayern oder der Schweiz auch Kukuruz oder Türken genannt, gehört zur Familie der Süßgräser und ist eine der weltweit bedeutendsten Kulturpflanzen.
Er spielt eine zentrale Rolle in der Ernährung, Landwirtschaft und Industrie. Ursprünglich aus Mittelamerika stammend, hat sich das glutenfreie Getreide über Jahrtausende auf nahezu allen Kontinenten verbreitet. Heute ist Mais weit mehr als nur Tierfutter oder Popcorn-Grundlage – er liefert wertvolle Nährstoffe und wird in unzähligen Formen in der Küche verwendet. Ob als frischer Kolben, seinen losen Körnern, Mehl, Grieß oder Stärke:
Mais überzeugt durch eine Vielseitigkeit, vielen Verwendungszwecken und auch seiner Anpassungsfähigkeit.
In den folgenden Rubriken wird die Geschichte des Mais beleuchten, seine kulturellen Ursprünge und seine Verbreitung über den Globus.
Zudem werden die wichtigsten Inhaltsstoffe, der Wert für die menschliche Ernährung, die weltweit größten Anbaugebiete bis hin zu der kulinarische Bandbreite von Mais vorgestellt.

Die Geschichte des Mais als Nahrungsmittel
Mais hat seinen Ursprung in Mittelamerika und wurde vor über 7.000 Jahren aus der Wildgrasart Teosinte durch die indigene Bevölkerung Mexikos domestiziert. Bereits die Maya, Azteken und Inka betrachteten Mais als heilige Pflanze und zentrales Grundnahrungsmittel – tief verwurzelt in Religion, Mythologie und Alltag. Mit der Entdeckung Amerikas gelangte Mais im 16. Jahrhundert nach Europa und verbreitete sich rasch weiter nach Afrika, Asien und in den Nahen Osten. Seine Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Klimazonen und Böden machte ihn zu einer weltweit bedeutenden Nahrungspflanze.
In vielen Regionen ersetzte Mais traditionelle Getreidearten und etablierte sich als vielseitige Grundlage für Brei, Fladen, Suppen oder Gebäck. In Lateinamerika wird er bis heute in Form von Tortillas, Tamales oder Arepas täglich verzehrt. Vorwiegend als Polenta wird der Mais meist in den bäuerlichen Küchen Italiens verwendet, während in den USA Cornbread, Grits und Popcorn zu Klassikern wurden.
Auch Maismehl, Maisstärke, Maisgrieß und ganze Maiskörner sind in zahlreichen internationalen Rezepten unverzichtbar. Als glutenfreies Getreide eignet sich Mais zudem besonders gut für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit.
Mais in der Landwirtschaft
Neben seiner Bedeutung als Nahrungsmittel spielt Mais auch eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft. Er ist eine der ertragreichsten Nutzpflanzen weltweit und wird nicht nur für die menschliche Ernährung, sondern auch in großem Umfang als Futtermittel für Nutztiere angebaut. Zudem dient Mais als wichtiger Rohstoff für die Industrie – etwa zur Herstellung von Bioethanol, Bioplastik und Stärkeprodukten.
Durch seine vielfältige Nutzung ist Mais ein wirtschaftlich bedeutender Faktor in der globalen Agrarproduktion.

Die weltweiten Anbaugebiete von Mais
Verbreitung, Bedeutung und Wachstumsphasen
Mais ist eine der weltweit am häufigsten angebauten Kulturpflanzen und spielt eine zentrale Rolle in der globalen Landwirtschaft. Er gedeiht in unterschiedlichsten Klimazonen, was ihn zu einer extrem anpassungsfähigen Pflanze macht.
Ursprünglich war der Mais nur in Mittelamerika beheimatet.
Er hat sich seit dem 16. Jahrhundert durch koloniale Handelswege und agrarische Entwicklungen aber nach und nach über alle Kontinente verbreitet.
Heute wird Mais in mehr als 160 Ländern kultiviert – als Nahrungsmittel, Futtermittel und industrieller Rohstoff.
Die größten Anbaugebiete
Die USA sind mit Abstand der größte Maisproduzent der Welt. Der sogenannte “Grain Belt” im Mittleren Westen – bestehend aus Staaten wie Iowa, Illinois, Nebraska und Indiana – gilt als das Herzstück der globalen Maisproduktion. Hier wird überwiegend gentechnisch veränderter Hybridmais für Tierfutter und industrielle Zwecke angebaut.
Auch Brasilien und Argentinien gehören zu den bedeutenden Exportnationen. In Südamerika wird Mais in weiten Teilen als Zweitfrucht im Wechsel mit Soja kultiviert – eine Praxis, die eine hohe Flächenauslastung ermöglicht. In China und Indien ist Mais ein wichtiger Bestandteil der nationalen Versorgung und wird vor allem für den Eigenbedarf genutzt, sowohl in der Tierfütterung als auch für traditionelle Gerichte.
Maisanbau in Europa
In Europa ist Frankreich der größte Maisproduzent, gefolgt von Rumänien, Ungarn, Italien und Deutschland. In Deutschland wird Mais auf über 2,5 Millionen Hektar angebaut – vor allem als Silomais zur Energiegewinnung in Biogasanlagen und als Futtermittel für Rinder. Auch Körnermais, der für die menschliche Ernährung oder als Stärkequelle verwendet wird, spielt eine wachsende Rolle. In südlicheren Regionen wie Norditalien und Südfrankreich ist Mais außerdem fest in der kulinarischen Tradition verankert, etwa in Form von Polenta oder Maissuppen.
Anteil an der Welternährung
Mais gehört neben Weizen und Reis zu den drei wichtigsten Getreidearten der Welt. Er macht etwa 30 % der weltweiten Getreideproduktion aus, wobei ein Großteil nicht direkt vom Menschen verzehrt, sondern als Tierfutter oder industrieller Rohstoff genutzt wird. Dennoch ist Mais in vielen Regionen – insbesondere in Afrika, Mittel- und Südamerika – ein Grundnahrungsmittel. In Ländern wie Mexiko, Guatemala oder Kenia bildet er in Form von Maisbrei, Fladen oder Grütze die Basis der täglichen Ernährung.
Wachstumsphasen von Mais – Von der Saat bis zur Ernte
Der Wachstumszyklus von Mais dauert je nach Sorte und Klima rund 100 bis 140 Tage und lässt sich in mehrere Hauptphasen unterteilen:
1. Aussaat
Die Maiskörner werden in Europa im April-Mai in Reihen in lockeren, gut durchlüfteten Boden gesät. Eine Mindesttemperatur von etwa 8–10 °C ist notwendig, damit die Keimung beginnt.
2. Keimung und Jugendphase
Nach 5–10 Tagen keimen die Pflanzen, entwickeln ihre ersten Blätter und bilden ein stabiles Wurzelsystem. In dieser Phase ist die Pflanze besonders empfindlich gegenüber Kälte und Unkrautdruck.
3. Vegetative Phase (Wachstum)
Der Mais wächst rasant, bildet hohe, kräftige Halme und entwickelt 8 bis 20 Blätter. In dieser Zeit ist eine gute Wasserversorgung entscheidend.
4. Generative Phase (Blüte und Kolbenbildung)
Die Blüte beginnt etwa 60 Tage nach der Aussaat. Dabei bildet der Maiskolben mit seinen Hüllblättern und den langen Narbenfäden (Maisseide) die Fruchtanlage.
5. Reifephase
Die Körner füllen sich mit Stärke, färben sich je nach Sorte gelb, rot oder weiß und härten aus. Der Feuchtigkeitsgehalt sinkt, was die Reife signalisiert.
6. Ernte
Die Ernte in Europa erfolgt im August–Oktober maschinell, sobald die Körner eine Restfeuchte von etwa 20–30 % erreicht haben. Körnermais wird meist getrocknet, Silomais wird gehäckselt und direkt weiterverarbeitet.
Maissorten für die menschliche Ernährung
Die Welt des Mais ist vielseitiger, als es auf den ersten Blick scheint. Von süßem Zuckermais für den Salat über Hartmais für die Polenta, Popcornmais für den Kinoabend, bis hin zu industriell verarbeiteten Sorten für Stärke, Futtermittel oder Bioenergie – jede Sorte hat ihren Platz. Die richtige Auswahl der Maissorte entscheidet über Geschmack, Verwertung und Ertrag – und macht Mais zu einer der vielseitigsten Kulturpflanzen unserer Zeit.
Dabei ist die Bezeichnung Körnermais ist eine Sammelbezeichnung für jene Maissorten, deren Körner vor allem zum Mahlen, Kochen oder anderweitigen Verarbeiten verwendet werden. Er umfasst – neben speziellen Maissorten wie Zuckermais und Popcorn – vor allem Hartmais, Zahnmais und Mehlmais.
1. Zuckermais (Sweet Corn)
Zuckermais ist die Sorte, die als frischer Kolben auf dem Grill oder im Salat landet. Die Körner enthalten mehr Zucker als Stärke und werden unreif geerntet, solange sie noch zart und süß sind. Zuckermais wird in vielen Ländern als Gemüse behandelt und vor allem frisch, tiefgekühlt oder in Dosen verkauft. Er ist beliebt in der amerikanischen, asiatischen und europäischen Küche.
2. Hartmais (Flint Corn)
Hartmais hat eine besonders feste, glatte Außenschale und eignet sich gut zum Mahlen. Er wird häufig zu Maismehl oder Grieß verarbeitet – z. B. für Polenta oder Maisbrot. In Europa ist Hartmais weit verbreitet, insbesondere in Italien und Osteuropa. Die Körner sind meist gelb, orange oder weiß (weißer Mais) und haben einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt.
3. Puffmais
Popcornmais hat sehr kleine, harte Körner mit einem hohen Anteil an wasserhaltiger Stärke im Inneren. Beim Erhitzen dehnt sich die Feuchtigkeit aus, das Korn explodiert und bildet das typische Popcorn. Diese Maissorte ist speziell für diesen Zweck gezüchtet und unterscheidet sich deutlich von anderen.
4. Mehlmais
Mehlmais hat ein weiches, mehlartiges Inneres und eignet sich besonders gut für feines Maismehl, das in Tortillas, Tamales und Brot verwendet wird. Er ist traditionell in Lateinamerika verbreitet, wo er oft in Kombination mit der Nixtamalisation – einem alkalischen Kochverfahren – genutzt wird, um das wertvolle Niacin verfügbar zu machen.
5. Schwarzer Mais
Schwarzer Mais zeichnet sich durch seine tiefviolette bis schwarze Färbung aus, die auf anthocyanreiche Pigmente zurückzuführen ist. Diese Sorte wird vor allem in Südamerika kultiviert und findet sowohl als dekoratives Element in Gerichten als auch für spezielle Maismehle und -snacks Verwendung. Durch seinen intensiven Farbton liefert schwarzer Mais nicht nur einen optischen Hingucker, sondern enthält auch antioxidative Inhaltsstoffe.
6. Sonstige Maissorten zur menschlichen Ernährung
Abseits dieser Hauptsorten gibt es noch weitere regionale und spezielle Sorten, die ebenfalls zur menschlichen Ernährung dienen. Dazu zählt beispielsweise der Riebelmais aus Vorarlberg, der durch sein aromatisches Korn besticht und traditionell für Riebel (eine herzhafte Maisgrütze) Verwendung findet. Weitere sonstige Maissorten werden oftmals unter dem Oberbegriff Körnermais zusammengefasst und dienen der Herstellung von Spezialmehlen, Grieß oder traditionellen Gerichten.
7. Zahnmais
Zahnmais ist in den USA die häufigste Sorte und hat eine charakteristische Einkerbung an der Oberseite des Korns. Er zeichnet sich durch seine hohe Ergiebigkeit und den hohen Stärkegehalt aus. Zudem ist er gut lagerfähig und lässt sich maschinell effizient verarbeiten Auch wenn Zahnmais hauptsächlich für Tierfutter und Industrieprodukte genutzt wird, findet er über diese Verarbeitung indirekt den Weg in viele Lebensmittel.
Aus der Maisstärke werden Backwaren, Pudding oder Saucenbinder (Maizena) hergestellt. Der Maissirup wird in Form von Glukose und Dextrose für verschiedene Süßgetränke, Fertigprodukte aber auch für pharmazeutische Produkte genutzt.
Produkte wie Cornflakes, Maischips oder Tortillas werden oft aus Zahnmais hergestellt.
Die biologische Wertigkeit und Nährstoffe für die menschliche Ernährung
Mais ist ein nährstoffreiches, glutenfreies Getreide, das weltweit als Grundnahrungsmittel geschätzt wird. Zwar besitzt Mais im Vergleich zu tierischem Eiweiß nur eine mittlere biologische Wertigkeit, doch in Kombination mit Hülsenfrüchten oder Milchprodukten lässt sich dieser Wert deutlich steigern. Besonders in traditionellen Küchen Lateinamerikas wird dies durch den Verzehr von Mais mit Bohnen oder Käse praktisch umgesetzt.
Wichtige Nährstoffe in Mais und ihre Bedeutung:
• Kohlenhydrate
Mais besteht zu etwa 70–75 % aus komplexen Kohlenhydraten. Diese liefern dem Körper langanhaltende Energie und halten den Blutzuckerspiegel stabil.
• Ballaststoffe
Vor allem in Vollkorn – Maiserzeugnissen wie Polenta oder Maisgrieß enthalten, fördern Ballaststoffe die Verdauung und sorgen für ein langes Sättigungsgefühl. Sie unterstützen außerdem eine gesunde Darmflora.
• Eiweiß (Protein)
Mais enthält etwa 8–10 % pflanzliches Eiweiß, das jedoch wenig Lysin enthält – eine essenzielle Aminosäure. Wird Mais mit eiweißreichen Lebensmitteln kombiniert, verbessert sich seine biologische Wertigkeit deutlich.
• Vitamin B1 (Thiamin)
Wichtig für den Energiestoffwechsel und die Funktion von Nerven und Muskeln. Ein ausreichender Thiaminbedarf schützt vor Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.
• Vitamin B3 (Niacin)
Beteiligt am Zellstoffwechsel und an der Regeneration von Haut und Nerven. In unbehandeltem Mais ist das Niacin jedoch gebunden und kann schlecht aufgenommen werden – durch die traditionelle Nixtamalisation (Einweichen in Kalkwasser) wird es bioverfügbar gemacht.
• Folsäure (Vitamin B9)
Essenziell für Zellteilung und Blutbildung, besonders wichtig in Schwangerschaft und Wachstumsphasen. Mais enthält moderate Mengen, besonders in seiner Vollkornform.
• Magnesium
Fördert die Muskel- und Nervenfunktion sowie den Knochenstoffwechsel. Ein ausgewogener Magnesiumspiegel beugt Muskelkrämpfen und Reizbarkeit vor.
• Kalium
Wichtig für die Regulierung des Blutdrucks und den Wasserhaushalt des Körpers. Es unterstützt auch die Herzfunktion und wirkt entwässernd.
• Antioxidantien (z. B. Carotinoide)
Gelbe und orangefarbene Maissorten enthalten Lutein und Zeaxanthin, die zur Gesunderhaltung der Augen beitragen. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken außerdem zellschützend.

Verarbeitungsarten für optimale Nährstoffnutzung
Mais liefert wertvolle Energie, pflanzliches Eiweiß und eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen. Durch passende Kombinationen mit anderen Lebensmitteln und geeignete Zubereitungsmethoden lässt sich seine biologische Wertigkeit verbessern – und damit ein wichtiger Beitrag zu einer ausgewogenen, gesunden Ernährung leisten.
Typischerweise wird Mais in vielfältiger Form zubereitet: Ganze Kolben werden gekocht oder gegrillt, frische Körner landen in Salaten, Suppen oder Eintöpfen. Maismehl und -grieß werden zu Breien wie Polenta oder Brot verarbeitet, während Maisstärke als Bindemittel in Süßspeisen und Soßen dient.
In Lateinamerika ist die Herstellung von Tortillas aus Masa Harina – einem durch Nixtamalisation gewonnenen Maismehl – besonders verbreitet. Popcorn entsteht durch Erhitzen spezieller Puffmaissorten, wobei sich das enthaltene Wasser explosionsartig ausdehnt.
Um die Nährstoffe im Mais bestmöglich zu nutzen, sind bestimmte Verarbeitungs- und Verwendungsarten vorteilhaft:
• Nixtamalisation
Ein Verfahren aus der mittelamerikanischen Küche, bei dem Mais in Kalkwasser gekocht wird, macht das enthaltene Niacin besser verfügbar und verbessert die Verdaulichkeit.
• Kochen und Dünsten
Erhalten hitzeempfindliche Vitamine wie Vitamin B1 besser als starkes Braten oder Rösten.
• Vollkornprodukte aus Mais, wie Polenta aus Maisgrieß oder Maisbrot aus Vollmehl, enthalten mehr Ballaststoffe und Mineralstoffe als stark verarbeitete Produkte.
• Fermentation
Etwa bei der Herstellung von Sauerteig-Maisbrot oder fermentierten Maisgetränken, kann die Verwertung bestimmter Mikronährstoffe erhöhen.

Weitere Verwendung von Mais
Neben seiner Verwendung als Lebensmittel hat Mais noch einige weitere Anwendungsgebiete
Maissorten für Alkoholgewinnung
Zur Herstellung von Bioethanol – einem Biokraftstoff – wird ebenfalls meist Zahnmais verwendet, da er hohe Stärkeerträge pro Hektar liefert. Die Stärke wird enzymatisch in Zucker umgewandelt und anschließend durch Hefen vergoren. Neben Bioethanol entsteht bei der Fermentation auch Schlempe, ein proteinreiches Nebenprodukt, das als Futtermittel genutzt wird.
In der Lebensmittelindustrie wird Mais auch zur Herstellung von alkoholischen Getränken wie Bourbon verwendet. In den USA muss Bourbon zu mindestens 51 % aus Mais bestehen – dafür eignet sich vor allem Zahnmais, wegen seines hohen Stärkegehalts und seiner Gärfähigkeit.
Maissorten für Tierfutter
Für die Tierernährung ist Silomais besonders relevant. Dabei handelt es sich in der Regel um speziell gezüchteten Zahnmais oder Sortenmischungen, bei denen die gesamte Pflanze inklusive Kolben geerntet, gehäckselt und siliert (milchsauer vergoren) wird. Silomais liefert energie- und stärkereiches Futter für Rinder, Schweine und Geflügel und ist besonders in der Milchviehhaltung von großer Bedeutung.
Auch Körnermais, vorrangig aus Zahnmais-Sorten, wird als energiereiches Kraftfutter genutzt – entweder ganz oder als Schrot. Sein hoher Stärkeanteil unterstützt das Wachstum und die Leistung landwirtschaftlicher Nutztiere.
Maissorten für Biogas
Für die Erzeugung von Biogas wird hauptsächlich Silomais verwendet. Die gesamte Pflanze liefert durch Vergärung in Biogasanlagen Methan, das zur Energiegewinnung genutzt wird. Silomais ist aufgrund seines hohen Biomasse-Ertrags, seiner einfachen Anbaubarkeit und der guten Vergärbarkeit ein bevorzugter Energielieferant in der Biogasbranche – insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die bekanntesten Zubereitungen mit Mais
Die kulinarische Einsatzmöglichkeit von Mais ist weltweit beliebt und vielseitig
Ob im Wok, im Ofen, im Glas oder auf dem Grill – Mais ist ein echtes Multitalent. Seine vielseitige Verwendbarkeit in Gerichten und Getränken macht ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil der globalen Ernährungskultur.
Mais ist aus der internationalen Küche nicht wegzudenken – er findet sich in frischer, getrockneter oder verarbeiteter Form in unzähligen Gerichten. Ob als Beilage, Hauptgericht, Snack oder Basiszutat: Die Verwendungsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig. Im Folgenden stellen wir zehn der bekanntesten Zubereitungen mit Mais vor – jeweils mit kurzen Erläuterungen und Zubereitungstipps. Dabei berücksichtigen wir auch die Verwendung unterschiedlicher Formen wie Körnermais, Babymais, Maiskolben oder Tortillas.
1. Gegrillte Maiskolben (z. B. „Elotes“)
Gegrillte Maiskolben gehören zu den Klassikern der sommerlichen Küche. In Mexiko werden sie als Elotes mit Limettensaft, Chili, Käse und Mayonnaise serviert. Tipp: In Salzwasser vorgaren und dann auf dem Grill rösten.
2. Popcorn – Puffmais
Popcorn entsteht durch Erhitzen spezieller Puffmaissorten. Die Körner platzen auf und ergeben einen leichten, knusprigen Snack. Tipp: In wenig Öl erhitzen, nach Belieben süßen oder salzen.
3. Polenta – Maisgrieß
Ein italienischer Klassiker, cremig oder in Scheiben geschnitten und gebraten. Tipp: Mit Brühe statt Wasser und Parmesan verfeinern.
4. Tortilla – Masa Harina (Maismehl)
Tortillas sind dünne Fladen aus speziellem Maismehl, Grundlage für Tacos, Enchiladas oder Quesadillas. Tipp: Am besten frisch pressen und ohne Fett ausbacken.
5. Maisbrot – Maismehl
Südamerikanischer Klassiker, meist aus einer Mischung von Maismehl, Ei, Milch und Backpulver. Tipp: Mit Speck, Käse oder Jalapeños variieren.
6. Maissuppe – Körnermais
Cremige Suppe mit Mais, Kartoffeln und Sahne, besonders beliebt in Nordamerika. Tipp: Teilweise pürieren, um sie sämig zu machen.
7. Babymais
Knackig und leicht süßlich, ideal in asiatischen Wokgerichten und Currys. Aber auch eingelegt in süßsauren Marinaden
8. Tamales –
Maisteig und Füllung, Gefüllte, gedämpfte Päckchen aus Maisteig, traditionell in Bananen- oder Maisblättern gegart.
9. Reibekuchen mit Mais – Körnermais
Kartoffelpuffer mit Maiskörnern – süßlich und knusprig.
10. Tortilla-Chips (Nachos)
Maismehl oder Tortillas aus frittierten Mais-Tortillas geschnitten – ein beliebter Snack.
Verwendung in der Getränkeherstellung
Neben der festen Nahrung spielt Mais auch in der Getränkewelt eine wichtige Rolle. Der Einsatz von Mais in Getränken ist weltweit beliebt und traditionell verwurzelt.
Mais ist dabei ein Ausgangsprodukt für die Herstellung alkoholischer Getränke.
Viele Kulturen verwenden Mais fermentiert, gekocht oder gemahlen, um daraus nahrhafte und geschmacklich besondere Getränke herzustellen.
Auch Bioethanol für Trinkalkohol entsteht häufig aus der Vergärung von Maisstärke.
In den USA muss Bourbon Whiskey zu mindestens 51 % aus Mais bestehen – er verleiht dem Getränk seine charakteristische Milde und Süße.
Alkoholgewinnung und Getränke auf Maisbasis
1. Chicha (Südamerika)
Ein leicht alkoholisches, fermentiertes Maisgetränk – säuerlich und traditionell in den Andenregionen verankert.
2. Atole (Mexiko)
Ein dickflüssiges, warmes Getränk aus Maismehl, Milch oder Wasser, Zucker und Zimt – beliebt zum Frühstück oder an Feiertagen.
3. Tejuino (Mexiko)
Wird aus fermentiertem Maisteig und Rohrzucker hergestellt, eisgekühlt serviert – erfrischend mit Limette.
4. Bourbon (USA)
Ein Whiskey aus mindestens 51 % Mais – bekannt für seine milde Süße und den typischen Vanillegeschmack.
5. Maisbier
z. B. Umqombothi in Südafrika, Chicha in Südamerika
Traditionelle, meist trübe, fermentierte Biere auf Maisbasis – mit ritueller und sozialer Bedeutung.
Auch moderne Industriebiere wie Corona enthalten Mais (in Form von Maismehl oder -grieß) als Zusatz zur Gerste. Sie zählen nicht zu den klassischen Maisbieren, profitieren aber vom Mais durch ihre helle Farbe und den milden Geschmack.
Maissirup
Aus Zahnmais wird Isoglukose (Maissirup) gewonnen, ein süßendes Zwischenprodukt, das in Limonaden, Fruchtsäften, Backwaren, Konserven und Süßigkeiten eingesetzt wird.
Insbesondere in den USA wird Maissirup als günstiger Zuckerersatz in großen Mengen verwendet. Auch in Europa nimmt seine Verwendung zu, vor allem in Fertiggerichten und Light-Produkten.
Neben seiner Verwendung als direkt verwendetes Lebensmittel hat Mais noch einige weitere Anwendungsgebiete.
In der industriellen Lebensmittelverarbeitung spielt Mais eine zentrale Rolle.
Maisstärke dient nicht nur in Haushalten, sondern auch industriell als Verdickungsmittel, Füllstoff oder Trägerstoff für Aromen. In der Backindustrie ist sie ein essenzieller Bestandteil für die Herstellung von Gebäck mit langer Haltbarkeit und gleichbleibender Konsistenz.
Weitere Verwendungen – Energie & Umwelt
Abseits der Ernährung spielt Mais auch in der Energieerzeugung eine wichtige Rolle. Silomais, der aus der ganzen Pflanze besteht, wird in Biogasanlagen zur Produktion von Methan vergoren. Diese Form der Energiegewinnung ist in vielen Ländern – besonders in Deutschland – weit verbreitet und trägt zur nachhaltigen Strom- und Wärmeerzeugung bei.
Darüber hinaus wird Mais als nachwachsender Rohstoff zur Herstellung von Biokunststoffen, Papierklebern und Verpackungsmaterialien verwendet – ein Beitrag zur Reduktion fossiler Rohstoffe in der Industrie.
Maissorten für Tierfutter
Für die Tierernährung ist Silomais besonders relevant. Dabei handelt es sich in der Regel um speziell gezüchteten Zahnmais oder Sortenmischungen, bei denen die gesamte Pflanze inklusive Kolben geerntet, gehäckselt und siliert (milchsauer vergoren) wird. Silomais liefert energie- und stärkereiches Futter für Rinder, Schweine und Geflügel und ist besonders in der Milchviehhaltung von großer Bedeutung.
Auch Körnermais, vorrangig aus Zahnmais-Sorten, wird als energiereiches Kraftfutter genutzt – entweder ganz oder als Schrot. Sein hoher Stärkeanteil unterstützt das Wachstum und die Leistung landwirtschaftlicher Nutztiere.
Maissorten für Biogas
Für die Erzeugung von Biogas wird hauptsächlich Silomais verwendet. Die gesamte Pflanze liefert durch Vergärung in Biogasanlagen Methan, das zur Energiegewinnung genutzt wird. Silomais ist aufgrund seines hohen Biomasse-Ertrags, seiner einfachen Anbaubarkeit und der guten Vergärbarkeit ein bevorzugter Energielieferant in der Biogasbranche – insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Bioethanol – ein Biokraftstoff – wird ebenfalls meist Zahnmais verwendet, da er hohe Stärkeerträge pro Hektar liefert. Die Stärke wird enzymatisch in Zucker umgewandelt und anschließend durch Hefen vergoren. Neben Bioethanol entsteht bei der Fermentation auch Schlempe, ein proteinreiches Nebenprodukt, das als Futtermittel genutzt wird.
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